Weniger Pläne und Vorsätze, mehr Zeit füreinander

Silvester steht vor der Tür, Zeit also für gute Vorsätze. Zeit, das alte Jahr einmal Revue passieren zu lassen und sich Dinge für’s neue Jahr vorzunehmen!

Wenn ich über das vergangene Jahr nachdenke, muss ich zugeben, dass ich viel zu oft auf mein Handy geschaut habe, während mein Kind gerne von mir Aufmerksamkeit gewollt hätte. Dass ich viel zu oft keine Zeit hatte innezuhalten und mit meinem Kind Dinge zu bestaunen, weil der Tagesplan einfach zu vollgeladen war. Dass ich viel zu oft Dinge einfach schnell selbst gemacht habe anstatt mein Kind probieren zu lassen, weil ich geglaubt habe, noch so viel Wichtiges erledigen zu müssen.

Irgendwie traurig! Denn wenn ich an das vergangene Jahr zurückdenke, dann sind es nicht die geputzten Fenster, der gewischte Boden oder die dezimierten Wäscheberge, an die ich mich erinnere. Es sind die vielen kleinen Momente, die mein Herz erwärmt haben. Das Lachen meines Kindes, wenn es auf dem Spielplatz die Rutsche hinuntergesaust ist. Wie es mir (wenig erfolgreich) versucht hat, beim Wäscheaufhängen zu helfen und ich zum Schluss die Wäscheklammern im ganzen Raum zusammensammeln musste. Als es mir beim Tischdecken helfen wollte, aber noch nicht so ganz verstanden hatte, dass die Sachen auf den Tisch geräumt und nicht wieder zurück getragen werden sollen. Dass wir für einen Weg von fünf Minuten über eine halbe Stunde gebraucht haben, weil es mit einem Stöckchen alle Blätter begutachten musste. An die leuchtenden Augen, als es mir ein Gänseblümchen geschenkt hat. Ich höre es heute noch in meiner Erinnerung ganz aufgeregt „Mama a Lume!“ rufen. Eine Erinnerung, die mich heute noch lächeln lässt und glücklich macht.

Weniger ist oftmals mehr!

Ich möchte am Ende des nächsten Jahres mehr solcher Erinnerungen haben. Mehr solcher wunderbaren Momente voller Liebe und gegenseitiger Wertschätzung, die uns unser ganzes Leben lang begleiten. Deshalb sind meine Vorsätze für das kommende Jahr: weniger Vorsätze, weniger Pläne, mehr Zeit füreinander.

Das heißt, den Alltag entschleunigen. Mehr Zeit für die kleinen, aber umso wichtigeren Dinge einräumen. Die kleinen Dinge, die eigentlich gar nicht so klein sind. Meinem Kind dabei zusehen, wie es Bauklotztürme baut. Mir die Zeit zu nehmen, es Dinge ausprobieren zu lassen, auch wenn es dadurch länger dauert. Mit ihm zu lachen, wenn es durch die Pfützen springt – oder einfach auch mal mitzumachen. Mehr Zeit für Umarmungen und liebe Worte, mehr Zeit für ungeteilte Aufmerksamkeit. Ich möchte viel häufiger hinterfragen, ob etwas denn wirklich so sein muss, nur weil man es eben so macht. Oder ob ich stattdessen lieber mal versuche, die Welt aus den Augen meines Kindes zu sehen. Festgefahrene und frustrierende Verhaltensweisen gegen neue Herangehensweisen austauschen, die geprägt sind von gegenseitiger Wertschätzung. Ich möchte den Stress austauschen gegen ein gemeinsames Lachen und die Unzufriedenheit gegen neue Erfahrungen.

An welche Momente des vergangenen Jahres erinnert ihr euch besonders gernw, was erwärmt euch dabei am Meisten das Herz? Habt ihr Vorsätze fürs neue Jahr? Und gibt es etwas, dass euch dabei besonders am Herzen liegt?

Wir wünschen euch einen guten Start ins neue Jahr und dass ihr viele, wunderbare Momente erlebt, die euer Leben bereichern!

Deine Meinung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.