Waschmaschine kostengünstig reinigen

Man sollte ja meinen, dass eine Waschmaschine von Innen stets sauber wäre. Schließlich wäscht man darin seine Wäsche. Leider ist das eine Fehlannahme, denn bei jedem Waschgang lagern sich Kalk und Waschmittelreste in der Waschmaschine ab. Ein gefundendes Fressen für allerlei Bakterien und Schimmelpilze! Auf diese Weise entstehen unangenehme Gerüche in der Wäschetrommel und mit der hygienischen Reinheit ist es erstmal vorbei. Von daher ist es wichtig, dass man seine Waschmaschine in regelmäßigen Abständen richtig reinigt. Zudem kann das die Lebenszeit des vermutlich wichtigsten Haushaltsgerätes verlängern. Im Supermarkt oder Drogeriemarkt findet man verschiedene Reinigungsmittel speziell für die Waschmaschine. Mein persönlicher, kostengünstiger Tipp: Zitronensäure.

Zitronensäure ist ein wahrer Allrounder in der Küche und beim Putzen. Sie kommt natürlich in Früchten vor oder wird als Zusatzstoff E330 Lebensmitteln zugeführt. Zitronensäure wird als Konvervierungsstoff bei der Lebensmittelverarbeitung und zur Einstellung des pH-Wertes in der Kosmetikindustrie verwendet. Sie ist günstig und man findet sie in den meisten Supermärkten.

Warum Zitronensäure und nicht Essig? 

Essig(-essenz) ist ebenfalls ein beliebter Entkalker. Leider greift die Essigsäure Metalle und Gummidichtungen an und macht diese auf Dauer porös. Zudem verbindet sich Essigsäure mit dem in den Rohren enthaltenen Kupfer und bildet Kupfer(II)-acetat, welches auch als Grünspan bekannt ist. Grünspan ist ein Farbpigment, das ätzend und umweltgefährlich ist – also nichts, was man unbedingt in seiner Waschmaschine haben möchte…Grünspan ist übrigens nicht dasselbe wie die grüne Patinaschicht auf alten Kirchendächern. Diese entsteht, wenn Kupfer oder die Kupferlegierung Bronze der Witterung ausgesetzt sind und ist im Gegensatz zu Grünspan ungiftig. Die meisten Waschmaschinenhersteller empfehlen, dass man seine Maschine einmal pro Monat gründlich reinigen soll. Ich muss allerdings gestehen, dass ich in dieser Hinsicht ein kleiner Schludrian bin und meist nur alle 3 Monate meine Waschmaschine reinige.

Wie reinige ich meine Waschmaschine?

Ich gebe 2 Esslöffel kristalline Zitronensäure in das Waschmittelfach und füge noch 10 – 20 Tropfen ätherisches Lavendelöl hinzu. Echtes Lavendelöl hat eine antiseptische Wirkung. Auf diese Weise wird eure Waschmaschine sozusagen desinfiziert. Zugleich riecht das Lavendelöl natürlich auch unglaublich gut! Man kann aber auch Eukalyptusöl oder Teebaumöl verwenden, da sie eine ähnlich desinfizierende Wirkung haben. Obwohl sie den Reinigungsprozess positiv verstärken können, ist die Zugabe der ätherischen Öle nicht zwingend erforderlich.

Desweiteren gebe ich 5 Esslöffel Zitronensäure und nochmals etwa einen Teelöffel Lavendelöl in die leere Wäschetrommel. Anschließend starte ich ein normales Waschprogramm bei 95°C ohne Schmutzwäsche, ohne Vorwaschprogramm und ohne Schleudern (oder zumindest mit reduzierter Drehzahl).

Innen hui – Außen pfui?

Nicht nur die Wäschetrommel sollte regelmäßig gereinigt werden. Auch im Waschmittelfach und in der Gummidichtung sammeln sich Waschmittelreste oder Flusen. Ich löse ca. 1 Teelöffel Zitronensäure in 1 Liter warmen Wasser und reinige dann mit einem weichen Lappen das Bullauge, die Front und den Gummiring an der Öffnung. In der Vertiefung sammelt sich im Laufe der Zeit allerhand Schmodder. Auch das Flusensieb sollte man regelmäßig leeren. Hierbei muss man darauf achten, dass beim Öffnen oft ein Schwall Wasser austritt. Ich lege mir vor dem Öffnen des Flusensiebes ein dickes Handtuch darunter.

Für kleine Ecken nehme ich entweder eine ausrangierte Spülbürste oder Zahnbürste. Vor allem im Waschmittelfach kleben die Waschmittelrückstände förmlich an den innenliegenden Wänden. Da reicht manchmal der weiche Putzlappen nicht aus.

Vorbeugen statt reparieren

Mal abgesehen von der regelmäßigen, gründlichen Reinigung, könnt ihr mit nur 2 weiteren Handgriffen dafür sorgen, dass eure Waschmaschine nicht so schnell anfängt zu müffeln. Zum einen solltet ihr eure nasse Wäsche nicht unnötig lange in der Maschine liegen lassen. Das Wasser sammelt sich unten im Innern, wodurch Kalk und Schmutz viel Zeit haben sich abzulagern. Dadurch entsteht ein miefiger Pfuhl, der für Bakterien einen idealen Nährboden darstellt.

Lasst nach dem Waschen die Tür (oder bei Toploadern die Klappe) offen stehen und zieht das Waschmittelfach etwas heraus. Auf diese Weise kann eure Waschmaschine komplett trocknen.

 

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