Großgeliebt: ein Blog für die ganze Familie

Großgeliebt – das sind wir:  Anke und Esther. Wir haben uns bereits vor vielen Jahren während des Studiums kennen und schätzen gelernt. Wir hatten das große Glück, nicht nur relativ zeitgleich unsere Kinder zu bekommen, sondern auch ähnliche (Wert)Vorstellungen von Beziehung und Familienleben haben. Während wir durch unsere Elternschaft so einige Freunde ziehen lassen mussten, hat unsere langjährige Freundschaft nicht nur das Eltern-werden überstanden, sondern wurde dadurch sogar noch enger. Dabei mussten wir beide feststellen, dass man auch heutzutage als bedürfnisorientiert lebende Eltern gegen die Windmühlen alter und auch oft falscher Vorstellungen kämpft. Wir möchten euch daher einladen, uns auf unserm Weg durch ein bedürfnisorientiertes Familienleben zu begleiten und vielleicht die ein oder andere unbekannte Seite dieses umfangreichen Themas (neu) zu entdecken!

Großgeliebt – weil Bedürfnisse kein neumodischer Trend sind!Kind und Hund betrachten die Umgebung

Grundsätzlich sollte sich eine Gemeinschaft immer am schwächsten und hilfsbedürftigsten Mitglied, also dem Baby oder (Klein)Kind, orientieren. Dabei sollte aber keinesfalls übersehen werden, dass eine Gemeinschaft aus lauter Individuen mit ganz eigenen Bedürfnissen besteht. Bedürfnisorientiert zu leben bedeutet für uns nicht, dass Mama und Papa mit ihrem Kind Tag und Nacht auf dem Spielplatz stehen, weil dieses sich das dringend wünscht. Vielmehr bedeutet es für uns, auf die Bedürfnisse aller zu achten, einen gangbaren Mittelweg für alle Beteiligten zu finden und sich gegenseitig mit Liebe, Respekt und Nachsicht zu begegnen.

Wir möchten unsere Kinder nicht in ein starres Korsett veralteter Wertvorstellungen pressen, sondern sie mit ihren eigenen Bedürfnissen wachsen lassen. Jedes Kind hat eigene Stärken und Schwächen, die individuell gefördert bzw. gestützt werden sollten. Denn persönliche Entwicklung findet nicht in starren Mustern und Zeitvorgaben statt, sondern ist ein ganz individueller Prozess.

„Erziehung ist Beispiel und Liebe“

(Zitat von Friedrich Fröbel)

Wenn wir möchten, dass unsere Kinder einen respektvollen Umgang mit sich selbst, ihren Mitmenschen und der Umwelt  erlernen, müssen wir es ihnen auch vorleben.

Ab einem gewissen Alter kann man auch von Kindern ein gewisses Maß an Rücksichtnahme verlangen. Dazu gehört zum Beispiel auch, dass der Familienhund nicht bedrängt werden möchte. Da von einem Kleinkind da selbstverständlich noch kein Verständnis der Situation erwartet werden kann, sind wir als Eltern in der Pflicht, für unsere Kinder diese Einschätzung zu übernehmen und bestimmte Grenzen zu setzen. Oder vielmehr einen Rahmen zu schaffen, in dem sich unsere Kinder sicher und frei bewegen und die Umwelt selbstständig entdecken können. Wir begleiten unsere Kinder in ihrem Alltag, so wie sie uns begleiten. Durch einen respektvollen Umgang miteinander, entwickeln sich Kinder zu selbstbewussten, empathischen Persönlichkeiten.

Doch was bedeutet eigentlich bedürfnisorientiert? Wo fängt es an und wo hört es auf?

Häufig wird unter dem Begriff „bedürfnisorientiert“ oder „Attachement Parenting“ der Umgang mit Babys und Kleinkindern verstanden. Wir möchten mit unserem Blog noch einen Schritt weiter gehen. Denn es ändern sich zwar im Laufe der Zeit die Bedürfnisse, aber sie verschwinden nicht einfach nach dem Kleinkindalter. Vielmehr begleiten sie uns ein Leben lang und die Qualität einer Gemeinschaft hängt nun mal immer davon ab, inwieweit die einzelnen Mitglieder bereit sind, aufeinander zuzugehen. Wir haben uns deshalb dazu entschieden, keinen reinen Mama-Blog sondern vielmehr eine Art Familienblog zu machen. Das Thema bedürfnisorientiert endet für uns auch nicht an der eigenen Haustür, sondern ist für uns eher eine Lebenseinstellung, die wir auch nach außen tragen möchten.

Gegenseitige Rücksichtnahme und ein respektvolles Miteinander sollten unserer Meinung nach nicht nur in der Familie gelten, sondern auch unseren Mitmenschen und unserer Umwelt gegenüber. Dazu gehört für uns auch, dass wir eben jener mit so viel Rücksicht begegnen, dass es in Zukunft noch eine Welt voller Vielfalt gibt, die unsere Kinder entdecken können, anstatt die Natur nur noch aus Lehrbüchern kennen zu lernen.  Es geht  uns dabei aber nicht darum, fanatisch den ökologischen Zeigefinger zu schwingen, sondern darum, die Welt um uns bewusst wahrzunehmen und zu achten.  Ihr werdet auf Großgeliebt daher auch immer mal wieder tolle Rezepte, Alltagstipps, Anleitung zu alten/alternativen Hausmittelchen, Bastelideen und Infos rund um die Natur finden!

So, und nun viel Spaß auf unserem Herzensprojekt Großgeliebt!