Stadt, Land, Schluss – Adé Stadtleben

Hallo, ihr Lieben! Lange Zeit war es viel zu ruhig hier auf dem Blog. Nun soll es aber endlich wieder weitergehen. Grund dafür war, dass bei Esther und mir so einiges los war in der zweiten Jahreshälfte von 2019! Einige von euch konnten unserem trubeligen Alltag auf Instagram in den Stories verfolgen. Denn bei uns beiden hat sich im letzten halben Jahr einiges geändert. Wir beide sind mit unseren Familien umgezogen. Endlich raus aus der Stadt!

Mehr oder weniger spontan haben wir mit unseren Familien das Setting geändert. Esther zog es zu uns in die Pfalz, allerdings ein Stückchen weiter nach Norden. Und wir konnten Ludwigshafen endlich den Rücken kehren! Nach 10 Jahren in dieser Stadt war ich froh nun endlich weiterziehen zu können. Ich habe bisher ganz gerne dort gelebt. Aber es war nicht das, was ich mir für meine Kinder einmal vorgestellt hatte.

Das Leben auf dem Dorf bietet uns nun ein ordentliches Kontrastprogramm zur Stadt. Statt der Straßenbahn vor der Haustür heißt es nun Laufen oder mit dem Rad fahren. Alles fühlt sich viel weiter entfernt an, irgendwie entzerrt… Ich mochte immer den Komfort der Stadt. Ich hatte alles, was ich zum Leben brauchte circa 5 Gehminuten entfernt von meiner Wohnung. Straßenbahn, Bus, Ärzte und Supermärkte waren in unmittelbarer Nähe. Für die Innenstadt habe ich auch kein Auto benötigt.

Das ist nun anders. Der Supermarkt ist zwar nicht so weit entfernt, aber ich laufe etwa 20 Minuten dorthin – mit Kindern eher 40 😉 Aber so haben wir es uns gewünscht! Mein Mann und ich sind jeweils in einem Dorf aufgewachsen. Die damit verbundenen Freiheiten wollten wir auch für unsere Kinder.

Vor allem aber stresst mich nun der Verkehr nicht mehr so dermaßen! Obwohl wir zuletzt in einer verkehrsberuhigten Straße gewohnt haben, war es gar nicht so ruhig. Die Autos sind in der kleinen Straße oft sehr schnell gefahren. Es gab keinen Gehweg und somit hatte ich immer Angst, meine Tochter würde beim Laufrad fahren mal unter die Räder kommen…

In unserem neuen Zuhause ist das zwar theoretisch auch noch möglich, aber das Risiko hat sich stark verringert. Zumal wir nur 2 Gehminuten vom Feld und Wald entfernt wohnen! Sogar ein gepflegter Spielplatz ist in der Nähe von unserem Haus. Meine Tochter genießt es, dass sie hier nun unbeschwert mit ihrem Laufrad fahren kann. Ich muss sie nicht ständig „zurückpfeifen“ und sie kann einfach mal drauf los düsen.

Auch unser neues Zuhause gefällt uns so richtig gut und wir fühlen uns nach nur kurzer Zeit schon angekommen! Wir wohnen nun so, wie mein Mann und ich es uns immer für unsere Familie gewünscht haben. Unser Haus hat unglaublich viel Platz für alles, was wir noch so vorhaben in Zukunft. Der Garten ist groß, aber auch nicht so riesig, dass man mit der Pflege nicht hinterherkommt. Im Frühling stellen wir noch eine Schaukel für unsere Tochter auf und ich lege mir einen kleinen Gemüsegarten an. Der Garten hat nach hinten raus Anschluss an eine wenig befahrene Seitenstraße. Von dort aus starten wir oft mit dem Laufrad.

Das beste ist für mich aber definitiv die Nähe zur Natur. Während es in der Stadt bei uns nur wenig Grün in unmittelbarer Nähe gab, gibt es hier halt sehr viel davon. Wir laufen kaum aus der Haustür raus, schon stehen wir auf dem Feldweg. Zweimal abbiegen und wir stapfen durch den Wald. Noch dazu weiden hier auf dem Feld einige Tiere in Koppeln. So laufen wir an Pferden, Ponys, Ochsen, Schafen und sogar einem Esel vorbei. Je größer unsere Runde ist, desto mehr gibt es zu entdecken.

Aber auch der Ort selbst hat ein bisschen was zu bieten. Z.B. eine Mühle, die ihr eigenes Mehl in einem kleinen Shop verkauft. Ich glaube, dass ich vor der nächsten Weihnachtszeit dort mal einen 5 Kg Sack Mehl kaufen werde. Denn vor allem in der Winterzeit backe ich doch mal öfter. Und die Mühle hat natürlich auch eine Auswahl an Weizen-, Vollkorn- und Dinkelmehl. Und ja, ich bekomme das alles natürlich auch im Supermarkt. Aber es hat schon was, wenn man sein Mehl direkt in der Mühle kaufen kann. 😉

Obwohl der Umzug letztes Jahr gewünscht und gewollt war, geht so etwas nicht spurlos an einem vorbei. Vor allem meine 3-Jährige Tochter macht der Tapetenwechsel zu schaffen. Allem voran hat sie derzeit nun keinen Kindergartenplatz mehr. Obwohl ich mich frühzeitig um einen passenden Betreuungsplatz bemüht habe, waren wir bisher erfolglos. Es wird noch spannend, da im März meine Elternzeit endet und ich dann wieder arbeiten gehe…

Wir sind trotzdem optimistisch, dass sich alles zum richtigen Zeitpunkt fügen wird! Und wir sind gespannt, was der Neubeginn in unserem Haus so alles mit sich bringen wird in der nächsten Zeit. Wir haben uns Fahrräder zugelegt und wollen die Umgebung mit den Kindern erkunden. Ich freue mich total darauf mit meinem Mann abends auf der Terrasse zu sitzen und den Tag ausklingen zu lassen.

Ich bin schon sehr gespannt wie sich unser Leben zu viert hier im Haus und auf dem Land so entwickelt.

 

Wir hatten jedenfalls ein spannendes Jahr 2019!
Wie habt ihr das vergangene Jahr ausklingen lassen? Umzugschaos, neuer Job oder alles beim Alten? Schreibt es uns in die Kommentare 😉

 

Herzlichst,

Eure Anke

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