Spielzeug-Sharing

Jeder von uns kennt es, entweder weil er Kinder hat, oder noch aus der eigenen Kindheit: Spielzeuge, die mit der Zeit langweilig wurden und dann ein trauriges Dasein in irgendeiner Kiste fristen mussten. Doch anstatt immer mehr Spielzeug zu kaufen und damit das Kinderzimmer vollzustopfen, kann man Spielzeuge im Freundeskreis gegenseitig verleihen. Spielzeug-Sharing ist ein tolles Konzept, um Geldbeutel und Umwelt zu schonen und seinem Kind trotzdem immer wieder Abwechslung bieten zu können.

Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht

Zugegeben: ich kann verstehen, dass man dem eigenen Kind, dem Enkel, dem Neffen oder sonst einem Kind, das man gerne hat, zum Geburtstag eine Freude machen möchte. Denn leuchtende Kinderaugen sind etwas Wunderbares, dass man immer gerne sieht. Doch leider ist die Freude oft von kurzer Dauer. Denn ein Überangebot an Spielsachen und Möglichkeiten führt irgendwann zu einer Überforderung des Kindes. Das ist auch bei uns Erwachsenen so. Soll man sich zwischen 5 verschiedenen Sorten Joghurt eine aussuchen, fällt einem die Wahl für eine Sorte deutlich einfacher, als wenn man zwischen 25 verschiedenen Sorten auswählen soll. Man wird vom Angebot dann regelrecht „erschlagen“. Unseren Kindern geht es da nicht besser. Im Gegenteil: sie sind schneller von zu viel Auswahlmöglichkeiten überfordert als wir Erwachsenen. Diese Überforderung führt dann zu schwindendem Interesse und schlussendlich auch zu weniger Kreativität.

Nicht nur für die Kinder kontraproduktiv

Besonders ärgerlich ist die Flut an Geschenken für Eltern, die der Überforderung des Kindes und überfüllten Spielzeugkisten entgegenwirken möchten. Und dann trotz der mehrfachen Bitte, keine unabgesprochenen Spielsachen zu schenken, das Kind von allen Seiten Dinge im Übermaß und womöglich in fragwürdiger Qualität bekommt. Das ist nicht nur den Eltern in gewisser Weise respektlos gegenüber, sondern auch ökologischer Irrsinn. Denn häufig handelt es sich bei den Geschenken nicht um hochwertiges Spielzeug aus z.B. nachhaltigen Materialien, sondern um Sachen, die aus billigem Plastik sind. Und die dann leider auch recht schnell kaputt gehen.

Spielzeug-Sharing

Langweilige Spielzeuge sind doof. Für uns Erwachsene, die darüber stolpern, aber auch nicht zuletzt für unsere Kinder. Die haben nämlich irgendwann vor lauter Spielzeug auch gar keinen Platz mehr, um damit zu spielen. Ein schönes Konzept gegen überfüllte Kinderzimmer und frustrierte Eltern ist das Spielzeug-Sharing. Sobald etwas langweilig wurde und eine gewisse Zeit ungenutzt in einer Ecke rumsteht, verleiht man es im Freundeskreis an ein anderes Kind. Im Gegenzug bekommt man von der Familie dann auch etwas geliehen, dass für deren Kind gerade uninteressant ist. So haben die Kinder immer mal wieder die Möglichkeit, mit „neuen“ Spielsachen zu spielen. Wenn der Spaß an dem Teil irgendwann nachlässt, tauscht man einfach wieder zurück. Das spart nicht nur Platz, auf die Art lohnt es sich auch, vielleicht das hochwertigere Spielzeug zu kaufen. Denn anstatt alle Nase lang neue, billige Sachen zu kaufen, kann man sein Geld in weniger, dafür aber gute, langlebige Spielsachen investieren. Denn schließlich braucht man auf die Art weniger kaufen und hat dennoch viel Abwechslung für sein Kind. Das schont nicht nur den eigenen Geldbeutel, sondern auch die Umwelt!

 

2 Comments

  1. Melly said:

    Ein wirklich toller Beitrag! Ich bin auch der Meinung, dass es besser ist, Kindern weniger, dafür aber Hochweriges zu schenken. Auf http://www.shopwiemelly.at findest du eine kleine Auswahl toller, hochwertiger Spielsachen.

    22. Februar 2018
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  2. […] ist, wird es langweilig und landet in der Ecke. Machnes eignet sich dann vielleicht noch zum Weiterreichen. Aber abgeplatzte Ecken sind leider unschön, spitz und scharfkantig. Viel schöner finden wir […]

    30. Juli 2019
    Reply

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