Obazda selber machen

Kinder können ganz schön wählerisch bei der Auswahl ihres Essens sein. Phasenweise isst mein Sohn gerne mal eine Sache sehr bevorzugt. Mal sind es Nudeln, mal muss es jeden Morgen Erdnussbutter sein, mal schreit er wochenlang nach Kartoffeln. Was aber schon seit gut 1,5 Jahren ein absoluter Dauerbrenner ist, ist Obazda.

Prinzipiell finde ich die Vorliebe meines Sohnes für die bayrische Käsezubereitung nicht schlecht. Denn schließlich könnte er ja auch nach Schokolade schreien. Leider ist dieser aber ganz schön teuer! 150 g kosten beim Discounter knapp 2 Euro. Das geht bei unserem Obazda-Verbrauch ganz schön ins Geld!

Ich habe deshalb seit einiger Zeit angefangen, den bayrischen Aufstrich selbst zu machen. Das nur wenig Aufwand und kostet nicht einmal die Hälfte. Außerdem kann man sich den Obazda genau so zusammenmischen, wie man ihn am liebsten isst.

 

Zutaten:
  • 250 g Camembert oder Brie
  • 100 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
  • 30 g weiche Butter
  • 1 kleine Zwiebel (etwa 50 g)
  • Kümmel (gemahlen oder ganz)
  • 1 Teelöffel edelsüßes Paprikapulver
  • etwas Salz und Pfeffer

 

So gelingt´s:

Schneidet den Camembert (oder Brie) in kleine Stücke und gebt sie in eine Schüssel. Zerdrückt ihn dann gleich gut mit einer Gabel, bevor ihr die anderen Zutaten hinzugebt. Anschließend wird er mit dem Frischkäse und der Butter zu einer möglichst gleichmäßigen Masse verrührt. Würfelt nun die Zwiebel ganz fein und gebt sie ebenfalls zur Masse. Falls ihr keine Zwiebelstücke mögt, könnt ihr die Zwiebel auch reiben. Seid dann aber mit der Dosierung vorsichtig! Die Zwiebel bekommt gerieben nämlich einen ganz intensiven Geschmack. Nehmt von der geriebenen Zwiebel maximal die Hälfte und verzichtet auch besser auf den entstandenen Zwiebelsaft. Nun könnt ihr auch gleich die anderen Gewürze dazugeben und alles gut verrühren. Fertig ist der Obzda!

Wer den Käse nicht so kräftig mag, kann statt Camembert auch Brie nehmen oder aber auch einfach einen Käse, der noch nicht so überreif ist. Seid ihr dagegen Fan von richtig kräftigem Aufstrich, könnt ihr den Camembert durch andere Käse ersetzen. Limburger oder Romadur bieten eignen sich da gut. Prinzipiell ist da aber der Fantasie keine Grenzen gesetzt, schließlich ist Obazda mal als eine Art “Käse-Resteverwertung” entstanden.

Sollte von eurer Portion was übrig bleiben, könnt ihr das 1-2 Tage im Kühlschrank aufheben. Beachtet aber, dass die Zwiebel über Nacht auch bitter werden kann. Habt ihr vor Obazda für die nächsten 2-3 Tage zu machen, könnt ihr die Zwiebel auch andünsten, bevor ihr sie in den Obazda rührt. Länger empfehle ich ihn aber nicht aufzuheben. Er wird nämlich schon nach wenigen Tagen ganz schön herb 😉

 

Eure Esther

 

 

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