Nachhaltige Wäscheklammern

Wäscheklammern – ein Thema, von dem ich früher nie gedacht hätte, dass ich mir ernsthaft mal Gedanken darüber machen würde. Aber nun habe ich Kinder. Und die wiederum haben reges Interesse an den bunten Klammern. Oder genauer gesagt an deren Zerstörung.

Früher habe ich mir über Wäscheklammern nicht so viele Gedanken gemacht. Ich hatte einen Restbestand von meiner Oma – nebenbei waren diese die Besten, die ich je hatte! – und Sammelsurium an guten und weniger guten Klammern, die sich im Laufe der Jahre so bei mir angesammelt hatten. Dann wurde ich Mutter und mein Sohn kam irgendwann in das Alter, in dem er Angefangen hat, jede Wäscheklammer in seiner Reichweite in ihre Einzelteile zu zerlegen.

Am Anfang des „Wäscheklammer-Dramas“ habe ich noch gedacht ich bin schlau. Nachdem sich mein Bestand an intakten Wäscheklammern innerhalb weniger Wochen halbiert hat, bin ich losgezogen und habe eine ganze Ladung Neue gekauft. Dabei habe ich nicht auf’s Geld geschaut und mir gleich einen ganzen Satz sehr stabil wirkendender Wäscheklammern besorgt.

Leider hatte ich da die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Denn die stabilen, teuren Klammern heben die Wäsche zwar hervorragend, sie lassen sich aber genauso schnell zerpflücken wie die Billigen. Findet zumindest mein Sohn. Recht bald musste ich also wieder Klammern kaufen. Diesmal habe ich gleich die billigen genommen. Leider war die Qualität dem Preis entsprechend. Die Klammern, die meinem Sohn entgangen sind, sind nach wenigen Monaten auf dem Balkon so porös geworden, dass sie einfach beim Benutzen gebrochen sind.

Im dritten Versuch habe ich mich dann für Holzklammern entschieden. Der Gedanke dahinter: Viel Umweltfreundlicher in der Herstellung und in der Entsorgung. Eine kaputte Holzklammer verrottet wenigsten irgendwann und produziert kein Mikroplastik. Leider waren aber auch die Holzklammern ein Fehlkauf. Denn die Verarbeitung des Holzes ließ sehr zu wünschen übrig. Die Klammern sind teilweise so rau, dass ich Angst habe, dass es an der Wäsche unschöne Fadenzieher verursacht.

 

Die Lösung meines Problems: Wäscheklammern aus rostfreiem Metall

Nun bin ich vor einiger Zeit beim Surfen durch’s Netz auf Wäscheklammern aus rostfreiem Metall gestoßen. Ich war mir zwar nicht ganz sicher, habe aber dennoch probehalber mal einen Satz bestellt. Ich muss sagen, dass ich anfangs schon sehr skeptisch war, auch wegen des geringen Preises. Als sie aber bei mir ankamen, war ich dann doch wirklich sehr begeistert!

Größter Vorteil der Klammern: sie sind aus einem Stück Draht gefertigt. Es ist somit nicht möglich sie auseinander zu ziehen. Der Draht ist recht dick und somit so stabil, dass es schwer wird, die Klammer anderweitig zu zerstören. Im Gegensatz zu den Plastikklammern brechen bei den Metallklammern dadurch auch keine kleinen Stücke ab, die ein Kleinkind verschlucken könnte! Auch für den Stoff sind die Klammern toll. Denn im Gegensatz zu den Holzklammern sie haben eine glatte Oberfläche, an der unmöglich irgend ein Faden hängen bleiben kann.

Wegen der Sonneneinstrahlung brauche ich mir nun auch keine Sorgen mehr zu machen, denn das Metall wird davon ja nicht porös. Bleibt jetzt nur noch zu hoffen, dass das Metall auch auf Dauer keinen Rost ansetzt. Aber das wird dann wohl erst die Zeit zeigen. Sollten sie doch noch irgendwann rosten, werde ich mein Glück aber definitiv mit Metallklammern von einem anderen Händler/Hersteller probieren.

Die Metallklammern, die ich gekauft habe, haben die gleiche Drahtstärke wie die Federn der teuren Metallklammern. Sie halten gewichtsmäßig also das Gleiche. Ich gehe davon aus, dass die Klammer aufgrund der Metallstärke genauso wenig ermüdet wie die Federn meiner teuren Plastikklammern. Mit ein bisschen Glück war das also eine Anschaffung, über die ich mich sehr viele Jahre freuen werde.

Der einzige Kritikpunkt, den ich finden kann, ist die Größe der Klammern. Sie sind nämlich ein Stück kleiner als normale Wäscheklammern. Für die allermeisten Kleidungsstücke reichen sie aber aus. Lediglich für ganz „sperrige“ Wäsche wie dicke Jeans, Jacken und dicke Decken brauche ich dann doch die großen Plastikwäscheklammern. Aber dafür sind die billigen Plastikwäscheklammern ja auch zu klein bzw. zu schwach.

Scheinbar ist diese Art der Klammern in Deutschland nicht gebräuchlich, denn sie wurden mir direkt aus China zusandt. Hätte ich einen Versand aus Deutschland gefunden, hätte ich lieber dort bestellt. Dieser ökologiesche Minuspunkt macht aber die Langlebigkeit der Klammern locker wieder wett.

 

Eure Esther

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