Mit Kleinkind in den Urlaub

Es ist Sommer und wie viele andere Eltern, fahren auch wir wieder weg. Es ist nicht unser erster Urlaub mit Kind. Aber im Laufe der ersten zwei Lebensjahre meiner Tochter hat sich das Reisen ein wenig verändert. So wie meine Tochter sich in dieser Zeit entwickelt hat, mussten wir auch die Gegebenheiten bei der Reiseplanung weiterentwickeln.

Die erste, große Reise machten wir als meine Tochter gerade 5 Monate alt war. Wir reisten knapp 800 km mit dem Auto von Rheinland-Pfalz nach Brandenburg. Dort lebte mein Vater und er sollte endlich sein Enkelkind kennenlernen. Der Vorteil vom Reisen mit einem so kleinen Kind ist definitiv der mangelnde Bewegungsdrang. Natürlich zappelte und strampelte meine Kleine bereits fleißig und war kurz davor zu Krabbeln. Aber zu dem Zeitpunkt wollte und konnte sie auf jeden Fall noch nicht herum rennen. Meiner Erfahrung nach ist es so, dass wenn Kinder erst einmal Laufen können, dann wollen sie auch nicht mehr stundenlang im Kindersitz sitzen. Sie haben schlichtweg Hummeln im Hintern.

Der Inhalt unserer Reisetasche sah damals ebenfalls etwas anders aus als heute. Als passionierte Stoffwindelmama hatten wir selbstverständlich unsere Stoffwindeln mit im Urlaub dabei. Zusätzlich kaufte ich als Backup noch ein Paket Wegwerfwindeln. Es war Herbst und dementsprechend packte ich Unmengen an warmer Kinderkleidung. Viel zu viel, aber man weiß ja nie… Außerdem hatten wir unsere Tragehilfe und ein Tragetuch im Gepäck. Auch Spielzeug durfte nicht fehlen, wie ein kleiner Ball oder ein Kuscheltier.

Mittlerweile ist meine Tochter 2 Jahre alt und wir sind in der Vergangenheit mehrmals mit ihr mit dem Auto in den Urlaub gefahren. Wir waren für gut eine Woche Weg oder auch mal nur für ein kurzen Wochenendtrip. Lange Strecken fahren wir inzwischen über Nacht. Tagsüber ist der Bewegungsdrang meiner Tochter einfach zu groß. Sie bleibt mit etwas Glück 1,5 Stunden am Stück in ihrem Kindersitz sitzen. Dann müssten wir jedes Mal eine längere Pause machen und unsere Reise würde bei einer langen Strecke vermutlich Tage dauern. Die Nachtfahrt ist zwar auch anstrengend, aber da mein Mann und ich uns mit dem Fahren abwechseln, ist die Fahrtzeit um einiges kürzer. Zudem ist nachts der Verkehr meist nicht so stark und gerade im Sommer ist es angenehm kühl.

In der Reisetasche befinden sich mittlerweile keine Stoffwindeln mehr, weil meine Tochter sie nicht mehr benötigt. Weder tags noch nachts. Das schmälert das Gepäck um einiges und schafft Platz für anderes. Die Spielsachen fallen im Laufe der Zeit etwas größer aus. Ein Ball, das Laufrad und Puzzle nehmen recht viel Platz ein. Genau so wie Handtücher und Picknickdecke für den Badesee.

In diesem Sommer fahren wir gemeinsam mit Freunden weg. Unser Kindergarten hat 3 Wochen geschlossen während der Sommerferien und so wollen wir diese Zeit gemeinsam mit lieben Menschen verbringen. Wir teilen uns mit unseren Kindern ein Ferienhaus in der Mitte von Deutschland. 10 Tage in denen unsere beiden Sprösslinge wild und frei den umliegenden Wald erkunden können. Außerdem hoffe ich auf viel Sonnenschein damit wir möglichst oft Baden gehen können. Ich mag Ferienwohnungen sehr gern. Man muss sich zwar um alles selbst kümmern, aber dafür ist man nicht an vorgegebene Zeiten eines Hotels gebunden. Wir können essen wonach uns die Lust steht und ich will auf jeden Fall ganz oft grillen.

 

Wie sieht eure Urlaubsplanung für diesen Sommer aus? Verreist ihr mit eurer Familie oder entspannt ihr in den eigenen vier Wänden?

Eure Anke

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