Mehlklöße – einfach und super lecker!

Seit der Coronavirus kursiert, sind wir alle mit einigen Herausforderungen konfrontiert. So sind einige Lebensmittel sind schwer erhältlich geworden. Nicht, weil etwa tatsächlich eine Knappheit besteht, sondern weil es einige Menschen in unserer Gesellschaft gibt, die sich sehr rücksichtslos verhalten. Der gewohnte Speiseplan wurde bei einigen von uns durch diese künstlich erzeugte Knappheit doch recht beschnitten. Außerdem ist es schwierig, sich für aufwendigere Gerichte stundenlang in die Küche zu stellen, wenn man aufgrund von Kita- und Schulausfall gleichzeitig noch seine Kinder betreuen muss. Wenn ihr also gerade mal wieder die Hälfte der Zutaten im Laden nicht bekommen habt und euch die Kinder am Hosenbein hängen, dann macht doch einfach ein Gericht, dass mit sehr wenig Zutaten auskommt. Und bei dem die Kinder mitmachen können. Wie zum Beispiel gebratene Mehlklöße mit Apfelmus.

Die Zubereitung der Mehlklöße dauert zwar ein klein wenig Zeit, ist aber super unkompliziert. Außerdem kommt ohne elektrisches Küchengerät aus.

Diese Zutaten braucht ihr:
  • 500g Mehl
  • 3 Eier
  • 250 ml Wasser
  • 150 g Quark
  • 1 Päckchen Backpulver
  • eine Prise Salz
  • Mehl zum weiteren Andicken und für die Arbeitsfläche
  • Öl zum Anbraten
  • Apfelmus zum Servieren
  • Nach belieben Zimt-Zucker
Arbeitsgeräte:
  • Rührschüssel
  • Schneebesen oder Teiglöffel
  • großes Brett
  • Schaumlöffel
  • großer Topf
  • ein Nudelsieb mit Unterteller
  • Pfanne, Pfannenwender
  • großen Teller/Auflaufform für die fertigen Klöße

Die Mehlklöße sind im Prinzip total einfach und gelingsicher, solange ihr zwei, drei Dinge beachtet. Sonst ärgert ihr euch womöglich hinterher. Außerdem verzeihen sie es, wenn man z.B. weder Ei noch Quark zu Hause habt. Ihr könnt die Mehlklöße nämlich auch nur mit Mehl, Wasser, Salz und Backpulver machen – also in der veganen Variante. Dazu nehmt einfach etwas mehr Wasser. Hauptsache die Konstistenz des Teiges stimmt an Schluss. Sie schmecken dann halt nur ein klein wenig anderes, machen aber ebendso satt und sind lecker.

Zuerst vermischt ihr mit dem Schneebesen oder dem Teiglöffel alle trockenen Zutaten in der Rührschüssel gut miteinander. Dann gebt ihr die Eier und den Quark dazu und verrührt die Masse schon mal gut. Gebt danach das Wasser dazu und verrührt alles so gut es geht zu einem Teig.

Der Teig ist nun noch recht flüssig. Ihr müsst solange weiter Mehl dazu geben, bis der Teig die richtige Konsistenz hat. Eine genaue Mengenangabe gibt es da nicht, denn das hängt davon ab, wie groß die Eier waren und/oder wie genau ihr euer Wasser/Mehl abgemessen habt. Die richtige Konsistenz ist aber wichtig, sonst wird das mit dem Formen der Klöße schwierig.

Legt dazu den Schneebesen bzw. den Teiglöffel zur Seite und knetet den Teig mit der Hand. Gebt solange Mehl dazu, bis ihr merkt, dass er Formstabil bleibt und nicht wieder auseinander fließt, wenn ihr kleine Knödel formt. Dass der Teig noch an euren Fingern klebt ist völlig ok. Er soll ja auch nicht zu trocken werden. Das Problem behebt sich später beim Formen von alleine, wenn ihr die Hände mehlt.

Wenn der Teig fertig ist, bereitet das Brett vor. Ihr müsst es wirklich gut und großzügig mehlen, sonst kleben euch die Klößchen am Ende fest. Denn die Klöße adsorbieren das Mehl außen förmlich. Gebt euch in die eine Ecke des Brettes ein ganzes Häufchen Mehl, damit ihr beim Formen jederzeit genug Mehl für die Hände habt. Nix ist nerviger, als mit total teigigen Händen an den Mehlbeutel fassen zu müssen. Sobald der Teig fertig ist, stellt ihr ihn zur Seite. Füllt nun einen großen Topf mit Wasser und stellt ihn auf den Herd. Ihr könnt den Herd auch gleich zum Erhitzen einschalten.

Nun geht es ans Formen. Mehlt eure Hände und nehmt eine kleine Menge Teig, etwa so viel, wie in eure Handkuhle passt. Dann formt ihr mit beiden Händen ein Kügelchen. Seid ihr mit der Form zufrieden, mehlt ihr den Mehlkloß direkt in eurer Hand und legt es auf das großzügig(!) gemehlte Brett. Gerade dabei können Kinder prima helfen. Mein Sohn ist da immer ganz begeistert dabei. Und es macht ja nix, wenn die Klößchen nicht perfekt gleich groß oder rund sind.

Seid ihr damit fertig, müsst ihr nur noch warten, bis das Wasser kocht. Nehmt den Schaumlöffel und legt mehrere Klöße darauf. Gebt die Klößchen nun vorsichtig ins kochende Wasser. Das Wasser soll nach Möglichkeit aber nur leicht kochen bzw. simmern. Wenn es zu sehr sprudelt kann es sein, dass die Klößchen außen matschig werden.

Insgesamt könnt ihr etwa die Hälfte der Klöße ins Wasser befördern, sie werden in zwei Fuhren gekocht. Übrigens: je besser ihr die Mehlklöße gemehlt habt, desto weniger bleiben sie am Schaumlöffel kleben. Es dauert ein paar Sekunden, dann schwimmen schon die ersten Klöße oben. Wie ihr auf dem Foto sehen könnt, sind die Klöße auch schön aufgegangen. Nehmt sie aber auf keinen Fall schon raus! Die Klöße sollen durchziehen, also komplett durchgegart werden. Später in der Pfanne wird es schwierig das nachzuholen. Außerdem werden sie euch zusammenfallen und/oder auseinanderbrechen, wenn sie innen noch roh sind.

Sobald alle Mehlklöße oben schwimmen, lasst ihr sie mehrere Minuten dort ziehen. Wenn ihr wissen wollt, ob sie fertig sind, nehmt einen heraus und prüft die Konsistenz. Fühlt er sich fest an, sind die Klöße fertig durchgegart. Wenn ihr euch nicht sicher seid, könnt ihr ja einen probehalber durchschneiden. Sind sie gar, holt sie mit dem Schaumlöffel heraus und gebt sie in ein Nudelsieb, damit sie abtropfen können. Das Nudelsieb ist kein verzichtbarer Luxus! Die Mehlklöße müssen gut abtropfen können. In einer Schüssel, in der sie feucht bleiben, kleben sie zusammen.

Nun verfahrt mit der zweiten Ladung der Klöße wie mit der Ersten. Sind alle Klöße fertig, macht ihr die Pfanne heißt. Gebt etwas Öl hinein und backt dann die Klöße auf mittlerer Stufe goldbraun. Auch hier werdet ihr die Klöße auf zweimal backen müssen. Damit die erste Fuhre nicht kalt wird, könnt ihr sie im Backofen warm halten, bis die zweite Ladung fertig ist. Mein Sohn ist bei der ganzen Prozedur immer voller Eifer dabei, er rührt, schöpft und wendet unter meiner Aufsicht wie ein Weltmeister.

Und nun kommt das Beste: Das Essen frischer, heißer, knuspriger Mehlklöße!! Wir servieren sie mit Apfelmus und Zimt-Zucker. Ich bin mir aber sicher, dass auch jedes andere Kompott lecker dazu wäre. Meine Söhne lieben sie wirklich sehr, mein Mann und ich übrigens auch.

Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit!

 

Liebste Grüße, Esther

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