Liebevolle DIY Weihnachtsgeschenke

Jedes Jahr die selbe Frage: Was soll ich nur an Weihnachten verschenken? Mittlerweile bin ich an einem Punkt angelangt, an dem ich Weihnachtsgeschenke nicht mehr nur im Laden oder online kaufe. Es scheint auch immer schwieriger zu werden, etwas Passendes zu finden, je älter jemand wird. Wenn man mich fragt, was ich mir wünsche, so antworte ich bereits seit ein paar Jahren: “Nichts.”. Denn im Grunde habe ich bereits alles, was ich brauche, um glücklich zu sein. Meine Familie und ich sind gesund, ich habe einen Job mit tollen Kollegen und gute Freunde.

Daher versuche ich mich zu zunehmend an selbstgemachten, kleinen Geschenken zur Weihnachtszeit. Der Klassiker sind vermutlich selbstgebackene Kekse. Die Schwester einer Freundin fertigt jedes Jahr unglaublich leckere Pralinen an und meine Schwägerin hat uns letztes Jahr einen Nougatlikör angesetzt. In jedem Geschenk stecken Zeit und auch immer eine Portion Liebe. Man macht sich Gedanken, was denn am ehesten den Geschmack des anderen treffen könnte. Auf diese Weise entstehen dann oft sehr liebevolle, individuelle Weihnachtsgeschenke. Jedes Jahr neu und immer ein klein bisschen anders.

In diesem Jahr habe ich mich für zwe i verschiedene DIY Weihnachtsgeschenke entschieden. Zum einen eine sündhaft-leckere Spekulatiuscreme und zum anderen einen Zitronen-Ingwer-Sirup als Immunbooster. Vorallem in der kalten Winterzeit begleiten mich Ingwer und Zitrone bereits seit Jahren. Die Zitronen versorgen meinen Körper mit Vitamin C, damit ich möglichst wenig anfällig für Erkältungen bin. Der Ingwer enthält ebenfalls eine große Portion Vitamin C, wirkt antibakteriell und soll sogar Viren in ihrer Vermehrung hindern. Zudem ist Ingwer als Gewürz ein fester Bestandteil in meiner Küche. Ich liebe einfach den frischen, aromatischen Duft, den Ingwer beim Kochen verströmt. Und die Spekulatiuscreme macht aufgrund ihrer enthaltenen Aromen einfach nur glücklich und bringt mich direkt in Weihnachtsstimmung. Dieser herrliche Duft nach Zimt, Nelken, Muskat,… einfach himmlich!

Spekulatiuscreme (2 Gläser á 250 g)

  • 300 g Gewürzspekulatius
  • 200 g Kondensmilch (10 % Fett)
  • 70 g Butter
  • 70 g Vollrohrzucker oder Rohrohrzucker
  • 1 Tl Zimt
  • 1/2 Tl geriebene Muskatnuss

[Tipp: Kondensmilch und Butter sollten zimmerwarm sein.]

 

Außerdem:

  • Küchenmaschine (Hacken & Rühren)
  • 1 kleine Schüssel
  • 1 Löffel oder Backspatel
  • 2 saubere, heißgespülte Gläser mit Schraubdecker á 250 ml

 

Zerbröselt die Spekulatiuskekse grob mit den Fingern und gebt sie in die Küchenmaschine mit dem Schneideinsatz. Ich habe selbst keine Elektrische, sondern muss von Hand drehen. Ihr erleichtert euch das, wenn ihr die Kekse vorher mit den Fingern zerkleinert. Eine leistungsstarke Küchenmaschine schafft die Kekse natürlich auch im Ganzen. Die Spekulatiuskekse sollten möglichst fein gehackt werden, so dass ihr am Ende ein Pulver habt.

Gebt euer Spekulatiuspulver in eine kleine Schüssel und tauscht den Einsatz der Küchenmaschiene aus. Nun wird nur noch gerührt. Gebt das Pulver wieder in die Maschine und fügt die übrigen Zutaten hinzu. Und nun, so lange rühren bis sich alle Zutaten homogen miteinander vermischt haben. Diesen Schritt kann man bestimmt auch mit einem Handrührgerät in einem hohen Gefäß machen. Wer möchte, kann noch einen Teelöffel Honig hinzugeben.

Die Masse reichte bei mir für 2 Gläser á 250 g aus. Die Gläser habe ich zuvor mit kochendem Wasser ausgepült, damit sie möglichst keimfrei sind und die Spekulatiuscreme nicht so schnell schlecht wird. Wenn man sauber gearbeitet hat, hält sich die Creme etwa 3 Wochen im Kühlschrank. Ihr könnt  die Spekulatiuscreme als Brotaufstrich verwenden, für Desserts oder Torten. Oder einfach nur so Löffeln 😉

 

Zitronen-Ingwer-Sirup (knapp 1,5 L)

  • 300 g frischen Bio-Ingwer
  • 5 Bio-Zitronen
  • 500 g Vollrohrzucker oder Rohrohrzucker
  • 1 L Wasser

 

Außerdem:

  • Brett
  • scharfes Messer
  • Zitronenpresse
  • großer Topf
  • feines Sieb (ggf. Passiertuch)

 

Die Herstellung des Zitronen-Ingwer-Sirups ist wirklich einfach und geht schnell nebenher. Ich habe dafür den Ingwer und die Zitronen unter warmem Wasser abgespült. Schneidet den Ingwer in Scheiben und gebt sie in den Topf.  Die Zitronen werden halbiert und mit Hilfe der Zitronenpresse ausgedrückt. Entfernt die Kerne und gebt Zitronensaft und die ausgedrückten Schalen ebenfalls in den Topf. Nun fügt ihr nur noch Wasser und Zucker hinzu. Bringt alles im offenen Topf zum Kochen, reduziert dann die Hitze und lasst den Sirup auf niedriger Stufe 30 bis 45 Minuten sanft köcheln.

Ich habe mir für den Zitronen-Ingwer-Sirup 3 dekorative Bügelflaschen á 500 ml besorgt. Genau wie bei der Spekulatiuscreme solltet ihr auch die Flaschen mit heißem Wasser gut auspülen. So hält sich der Sirup auch etwa 3 Wochen im Kühlschrank.

Wenn die Kochzeit um ist, müsst ihr den Sirup nur noch filtern und umfüllen. Gießt den noch heißen Sirup durch ein feines Sieb. Wer die Schwebstoffe (also Rückstände von Zitronen und Ingwer) noch besser herausfiltern möchte, kann ein Passiertuch in das Sieb legen. Befüllt anschließend eure Flaschen. Passt aber bitte gut auf, damit ihr euch nicht verbrennt. Flaschen verschließen und abkühlen lassen. Fertig.

Ich genieße den Sirup am liebsten direkt zum Start in den Tag. Dafür gebe ich 1-2 Schnapsgläser (also etwa 4-8 cl) in ein Trinkglas und fülle es dann mit Wasser auf. 

 

Ich wünsche euch eine wundervolle Weihnachtszeit!

Anke

 

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