Hygienetipps – So beugt ihr Infektionen vor

Eigentlich dachte ich, so ein Grundmaß an Hygiene sei selbstverständlich. Ich war jahrelang der Meinung, dass es vollkommen normal sei sich regelmäßig die Hände zu waschen. Oder dass man seinem gegenüber nicht einfach ins Gesicht niest. Doch seit dem der Coronavirus (oder auch COVID-19) kursiert, muss die Menschheit scheinbar an solch banale Dinge erinnert werden. Nun dann, es folgen ein paar Hygienetipps, mit denen ihr das Risiko einer Infektion verringern könnt.

Vorneweg möchte ich erwähnen: Das Coronavirus ist ähnlich wie der Influenzavirus, mit dem wir Jahr für Jahr immer wieder zu tun haben. Am ehesten von einer Infektion sind in der Regel Menschen betroffen, die gesundheitlich geschwächt sind, z.B. durch Vorerkrankungen oder auf Grund eines hohen Alters. Das Befolgen der nachstehenden Hygienetipps kann ein Infektonsrisiko verringern. Eine desinfizierende Grundreinigung des Hauses ist in den meisten Fällen nicht notwendig, vor allem solange niemand in dem Haushalt infiziert ist.

Achtet auf eure Hände!

Es ist wichtig, dass ihr euch regelmäßig und gründlich mit Seife die Hände wascht. Am besten wenn ihr nach Hause kommt oder wenn ihr in Kontakt mit erkrankten Menschen gekommen seid. Aber auf vor oder während ihr euer Essen zubereitet und auf jeden Fall IMMER, wenn ihr von der Toilette kommt! Ebenso verhält es sich, wenn ihr euch die Nase geputzt oder in eure Hand genießt oder gehustet habt.

Fasst euch bitte nicht mit schmutzigen Händen ins Gesicht! Mund und Augen sind 1A Eintrittstellen für Krankheitserreger. Auch die Ohren sind bestens geeignet dafür. Also Finger weg aus dem Gesicht!

Das Händewaschen sollte nach Möglichkeit etwa 30 Sekunden dauern. Also nicht nur kurz mal abschwenken, sondern richtig gründlich einseifen und dann unter fließendem Wasser abspülen. Ein sauberes Handtuch sollte griffbereit liegen. Gerade zu Zeiten, in denen die Grippe, das Coronavirus oder ein Magen-Darm-Infekt kursiert, solltet ihr das Hand-Handtuch regelmäßig austauschen.

So schützt ihr euch und andere

Wer krank ist, sollte nach Möglichkeit immer Abstand von anderen Menschen halten. Als Eltern ist das nicht immer so einfach, denn man kann sich oft nicht von den eigenen Kindern fernhalten. Aber unter Umständen kann man vielleicht 2 Tage das Küssen einstellen. Auch, wenn es schwerfällt… Dennoch können solche Hygienetipps euch womöglich vor einer Infektion schützen. Ansonsten ist es wichtig nicht mit dem gleichen Besteck zu essen oder die gleichen Handtücher zu benutzen wie der Erkrankte. Eben alle potentiellen Infektionswege kappen.

Mal abgesehen davon, dass es schlichtweg unhöflich ist, sollte man vermeiden anderen direkt ins Gesicht zu husten oder niesen. Am einfachsten ist es ein Taschentuch zu benutzen, welches im Anschluss umgehend entsorgt wird. Man kann zur Not aber auch in seine Armbeuge husten oder niesen.

Grundsätzlich gilt: Wer krank ist muss sich auskurieren. Wenn man krank zur Arbeit geht, setzt man nicht nur seine eigene Gesundheit auf‘s Spiel. Man riskiert auch Kollegen und andere Menschen anzustecken.

Eine saubere Umgebung

Wie bereits erwähnt, ist es in den meisten Fällen nicht notwendig sein Haus oder die Wohnung vorbeugend zu desinfizieren. Sollte eine erkrankte Person im Haushalt leben, kann man die entsprechenden Maßnahmen treffen. Übermäßiges Desinfizieren führt eher zu resistenten Bakterienstämmen gegen die dann irgendwann vermutlich gar nichts mehr hilft…

Es kann hilfreich sein hauptsächlich Küche und Bad gründlich zu reinigen. Dafür reichen die handelsüblichen Haushaltsreiniger aus. Die Putzlappen oder -schwämme fliegen anschließend in die Waschmaschine. Handtücher, Bettwäsche oder Lappen sollten nach Möglichkeit bei mindestens 60°C gewaschen werden. Auch dreckiges Geschirr sollte heiß abgewaschen oder in der Spülmaschine gereinigt werden.

Auch beim Kochen kann man ein paar Dinge vorbeugend beachten. Zum einen sollte die Kühlkette bei gefühlten Produkten nicht unterbrochen werden. Das bedeutet, dass man beim Einkauf bereits eine entsprechende Kühltransportbox verwenden kann. Oder man packt sich ein paar Kühlakkus ein. Frisches, rohes Fleisch muss gut durchgebraten werden, damit sich auch auf diesem Weg Krankheitserreger nicht verbreiten können.

Was ich persönlich gerne mache – vor allem aber wenn einer von uns krank ist – ist Lüften! Simpel, vermeintlich banal, aber doch effektiv. Mehrmals am Tag für wenige Minuten. Frische Luft kommt rein und „alte, kranke“ Luft wird erneuert. Ebenso Duschen. Man fühlt sich nach einer heißen Dusche gleich wie neu geboren.

Persönliches Fazit

Ich denke nicht, dass man das Coronavirus auf die leichte Schulter nehmen sollte. Genau wie das Influenzavirus, sollte man auch das COVID-19 ernst nehmen. Allerdings halte ich persönlich absolut gar nichts von hysterischer Panikmache oder Hamsterkäufen. Warum kaufen die Laufen massenhaft Toilettenpapier? Soweit bekannt, ist COVID-19 kein Magen-Darm-Virus… Wir haben auch hier in Deutschland jedesjahr mit dem Grippevirus zu tun. Aber in dessen Hochsaison (die übrigens von Oktober bis Mai geht!) rennt keiner los und kauft stiegenweise Dosenravioli als drohe eine große Hungersnot.

Es ist okay, wenn man Vorsichtsmaßnahmen trifft, wie z.B. die Hygienetipps einzuhalten. Wenn man sich einen kleinen Vorrat an Tütensuppe anlegt für den Fall, dass es einem mal so schlecht geht, dass man selbst nicht vor die Tür kommt. Ich würde allerdings mal behaupten, dass so ziemlich jeder irgendwen kennt, der einem im Notfall aber auch etwas zu Essen vorbeibringen würde. Ansonsten gibt es ja noch den Lieferdienst. Man könnte meinen, die Leute halten COVID-19 für einen mutierten Supervirus und nächste Woche sieht die Welt dann aus wie in „The walking dead“….

 

Welche Hygienetipps würdet ihr noch ergänzen? Kennt ihr jemanden, der durch das Coronavirus infiziert wurde?

Liebste Grüße,

Anke

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