Herbst – eine Liebeserklärung und ein Rezept

Mittlerweile ist der Herbst so richtig in unserer Region angekommen. Vergangene Woche ist meine Tochter noch im Sommerkleid unterwegs gewesen. Doch seit ein paar Tagen zieht sie ganz freiwillig eine Jacke an. Denn Nieselregen und Wind sorgen für deutlich kühleres Wetter.

Jede Jahreszeit ist besonders

Ich kann jeder Jahreszeit etwas abgewinnen, denn jede bringt ihre ganz eigenen Besonderheiten mit sich. Ich bin ein absoluter Wintermensch! Im Januar geboren, fühle ich mich im Winter tatsächlich am wohlsten. Ich friere auch nicht so schnell. Für mich darf es gern so richtig kalt sein und viel Schnee liegen. Da wir allerdings in der milden Rheinebene leben, gibt es hier leider kaum richtige Winter. Meist ist es nur kühl und eher matschig…

Im Frühling genieße ich besonders die ersten warmen Sonnenstrahlen. Ich freue mich über die vielen Frühblüher auf der Wiese und in den Vorgärten. Überall duftet es so wunderbar nach den zarten Blüten. Und außerdem kann man an milden Tagen die Jacke getrost Zuhause lassen!

Im Sommer – wie soll es auch anders sein – geht es natürlich an den Badesee! Die Sonne genießen, buddeln im Sand und toben im Wasser, aber auch Ausflüge in den kühlen Wald stehen ganz oben auf unserer To-Do-Liste. Wobei ich persönlich es nicht so heiß mag. 25°-30° ist da mein Temperaturoptimum. Alles darüber empfinde ich als einfach nur anstrengend….

Herbst

Dem Herbst kann ich allerdings besonders viel abgewinnen! Ich liebe das bunte Laub und Regenpfützen in die man rein springen kann. Ich liebe es im Wald zu sein und mit meiner Tochter Eicheln, Kastanien, Tannenzapfen, usw. aufzusammeln. Der Herbst ist zwar oft kalt und nass, aber dafür auch sehr bunt! Und wenn man mal so überhaupt keine Lust hat vor die Tür zu gehen, dann machen wir es uns Zuhause gemütlich. Wir basteln mit den Fundsachen aus dem Wald oder schauen gemeinsam Trickfilme an. In eine dicke Decke eingemummelt schlürfen wird dann warmen Kakao. Das macht für mich den Herbst aus. Alles wird irgendwie ruhiger und gemütlicher.

Herbstzeit = Kürbiszeit

Meine Liebe zum Herbst rührt allerdings nicht nur vom Wetter her. Nein, denn auch kulianrisch hat der Herbst so einiges zu bieten! Äpfel, Kartoffeln, Süßkartoffeln und allem voran Kürbis! Ich LIEBE Kürbis! Als Suppe, vom Backblech, als Püree oder als Kürbiskuchen mit dem beliebten Pumpkin Pie Spice. Das ist eine Gewürzmischung für Kürbiskuchen und besteht aus Muskatnuss, Piment, Ingwer, Zimt und Gewürznelken. Die Gewürzmischung kommt vor allem in den USA im Herbst besonders häufig zum Einsatz. Und auch ich bin total begeistert davon!

Ich verrate euch nun das Rezept für meine super leckere Kürbissuppe. Schnell gemacht und sie schmeckt so gut! Ich koche immer einen großen Topf und davon essen wir dann 2-3 Tage oder mit 6-8 Personen. Die Mengenangaben sind ein bisschen Pi mal Daumen, weil ich selbst meistens nichts exakt abwiege.

Für 1 großen Topf benötigt ihr:
  • 1 Hokkaido Kürbis (ca. 1500 g)
  • ungefähr 1 Kg Kartoffeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 daumengroßes Stück frischen Ingwer
  • gekörnte Brühe
  • 1 Glas Orangensaft (ca. 200 ml)
  • 2 Becher Sahne á 200 g
  • Muskatnuss, Salz und Pfeffer
Zudem:
  • 1 großer Kochtopf
  • Messer, Sparschäler und Schneidebrett
  • Pürierstab
  • ein kleiner Topf oder Messbecher

Der große Vorteil vom Hokkaido Kürbis ist, dass man die Schale mitessen kann. Das macht die Zubereitung um einiges einfacher und schneller. Den Kürbis außen abwaschen und vorsichtig halbieren. Kratzt mit einem Esslöffel die Kürbiskerne heraus und schneidet dann den Kürbis grob in Stücke. Ab in den Topf.

Kartoffeln schälen, grob in kleine Stücke schneiden und ebenfalls ab in den Topf.

Knoblauchzehen schälen und im Ganzen mit in den Kochtopf geben. Den Ingwer sehr fein schneiden oder raspeln.

Bedeckt das Gemüse gerade so mit ca. 1,5 – 2 L Wasser und gebt gekörnte Brühe hinzu. Alles aufkochen lassen und bei mittlerer Hitze 10-15 Minuten köcheln lassen bis Kürbis und Kartoffeln weich sind.

Gießt einen Teil (ca. 0,5 L) vom Gemüsefond in einen kleinen Topf oder Messbecher und stellt es zur Seite. Püriert nun das Gemüse ganz fein mit dem Pürierstab. Fügt dabei Sahne, Orangensaft und schmeckt die alles mit Salz, Peffer und Muskatnuss ab.

Sollte euch die Kürbissuppe zu dick erscheinen, dann könnt ihr den Fond nutzen, um die gewünschte Konsistenz zu erhalten. Noch einmal ganz gut aufkochen, dabei umrühren und dann direkt von der heißen Platte nehmen. Fertig!

 

Was sind eure liebsten Kürbisrezepte? Probiert doch mal unseren gefüllten Hokkaido aus und verratet uns in den Kommentaren, wie es euch geschmeckt hat!

Eure Anke

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