Guerilla Gardening – Samenbomben herstellen mit Kindern

Guerilla Gardening bedeutet in etwa „wild Gärtnern“. Ursprünglich war es eine Protestaktion, bei der heimlich Blumen ausgesät wurden – meist in Großstädten und öffentlichen Parks. Aber auch brachliegende Grundstücke sollten auf diese Weise verschönert werden, um explizit darauf hinzuzeigen, dass der Platz auch sinnvoll genutzt werden könnte. Im Laufe der Zeit wurde aus dem Guerilla Gardening das Urban Gardening, also das Gärtnern in der Stadt. Im Zuge dessen lassen es sich einige Menschen nicht nehmen und versuchen auch die Innenstädte auf natürliche Weise zu verschönern. Sogenannte Samenbomben (engl. seed bombs) kommen dabei häufig zum Einsatz. Sie sind kinderleicht herzustellen, lange haltbar und können ganz einfach ausgesät werden.

Ihr benötigt:
  • torffreie Blumenerde

  • Tonerde oder Lehmpulver

  • Wildblumensamen (“Bienenfutter”)

  • Wasser

  • 1 kleinen Becher

  • 1 Schüssel

  • Eierkarton, Küchenpapier oder alte Zeitung

Jetzt machen wir uns die Finger dreckig!

Ihr vermengt 3 Teile Blumenerde + 5 Teile Ton/Lehm + 1 Teil Samenmischung in einer Schüssel miteinander. Gebt dann nach und nach etwas Wasser hinzu. Achtet aber darauf, dass ihr nicht zu viel Wasser hinzugebt. Ansonsten benötigen eure Samenbomben zu viel Zeit zum Trocknen und die enthaltenen Samen beginnen zu keimen.

Hinweis: So viel Wasser wie nötig, aber so wenig wie möglich.

Verwendet am besten einen Samen-Mix aus Wildblumen. Das sind gute Futterpflanzen für heimische Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Aber auch robuste Kräuter- oder Gemüsesamen eignen sich für eure Samenbomben.

Verrührt alles gleichmäßig mit den Händen. Das ist eine ganz schöne Matschepampe, also werden eure Kinder es vermutlich lieben! Formt dann kleine Kugeln aus der Mischung und legt sie zum Trocknen in die Mulden eines Eierkartons oder auf Zeitungspapier.

Die Samenbomben trocknen nun 1-2 Tage und sind dann direkt einsatzbereit!

Mittlerweile versuchen viele Menschen den wenigen Platz, der ihnen in der Stadt zur Verfügung steht, optimal zum Gärtner auszunutzen. Mit Urban Gardening soll die meist so triste Betonwelt der Großstadt in eine grüne, blühende Oasen verwandeln. Jeder noch so kleine Platz auf der Fensterbank wird ausgenutzt, um Kräuter, Blumen oder Gemüse darin zu ziehen. Eine, wie ich finde, begrüßenswerte Entwicklung!

 

Wir wünschen euch viel Spaß beim Guerilla Gardening!

 

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