Für den Spaß mit Wasser braucht es kein Schwimmbad

Mein Sohn liebt Wasser. Wann immer er die Möglichkeit hat, sitzt er am kühlen Nass und planscht stundenlang nach Herzenslust. Oft kreischt er sogar vor lauter Freude, wenn man ihn mit Wasser nass spritzt. Gerade jetzt, wo die Temperaturen so in die Höhe geklettert sind, ist Wasser sowieso größte Hit. Es muss aber nicht immer ein Schwimmbad oder einen See sein, um meine kleine Wasserratte glücklich zu machen.

Ich gehe eigentlich sehr gerne an den See. Doch gerade mit einem Kleinkind und einem Baby kann ich nicht permanent mit meiner Aufmerksamkeit bei meinem Großen sein. So kommt es, dass sein Spielspaß beim Besuch am See oder im Schwimmbad teilweise dann doch sehr beschnitten wird. Denn so schön Planschbecken und Schwimmbad auch sind, sind sie für die Kleinen nicht ganz ungefährlich. Man muss ständig dabei stehen und aufpassen, dass das Kind nicht ertrinkt. Das kann für mich ganz schön stressig sein und meinem Sohn nimmt es das freie Spiel mit dem Wasser. Der junge Mann steht dann dort permanent unter Beobachtung und am oder im Becken gibt es leider jede Menge „Neins“. Und auch für mich rückt die Entspannung in unerreichbare Ferne. Erholung geht dann doch anders!

Dabei kann es ja so einfach sein, seinem Kind Spiel und Spaß mit Wasser zu ermöglichen. Für die Kinder ist es nämlich weniger wichtig, dass um das kühle Nass eine gepflegte Anlage mit Liegemöglichkeiten drum herum ist. Sie brauchen auch kein großes Becken, in dem sie schwimmen können. Das ist dann doch eher etwas für fitnessorientierte Erwachsene und wenig kleinkindgerecht. Kindern ist ein gepflegtes Ambiente recht egal, Hauptsache es plätschert und man kann sich damit nass oder dreckig machen. Und in so einem Schwimmbad oder an einem See sind die Möglichkeiten, das Element Wasser mit allen Sinnen zu erforschen leider ein wenig beschränkt, denn Sicherheit geht nun mal vor.

Was das Kinderherz dagegen wirklich glücklich macht, ist die Möglichkeit, nach Herzenslust im Wasser zu planschen und damit zu spritzen, durchzurennen und zu matschen. Wir gehen deshalb ab und an im nahegelegenen Erholungspark auf den Matschspielplatz. Dort gibt es jede Menge kleine Rinnsale, ein kleines Wasserrad, eine Pumpe, die eine Wasserfontäne aus einem Stein spritzen lässt und einen kleinen Wasserlauf über mehrere Etagen. Und Sand, viel Sand! Da kann man sich nass spritzen lassen, kleine Pfützen bauen, durch sie hindurchrennen, die kleinen Rinnsale stauen und sich so richtig dreckig machen. Der Platz ist auch großflächig mit Bäumen überschattet. So kann mein Sohn auch mittags in der Badehose spielen, ohne lange der direkten Sonne ausgesetzt zu sein.

Nun können wir leider nicht jeden Tag in den Park fahren. Das macht aber nichts, denn Wasser gibt es ja auch Zuhause. Wenn wir im Garten sind, fülle ich ihm einen großen Eimer mit Wasser, den er dann zum Planschen hat. Damit kann man sich nass machen, spritzen, es in Förmchen füllen oder den Sand befeuchten. Was er dann damit macht, bleibt ihm überlassen. Außerdem muss ich nicht permanent direkt daneben stehen wie im Schwimmbad und kann ihn frei spielen lassen.

Auch in der Wohnung gibt es Möglichkeiten, meinen Sohn mit Wasser zu beschäftigen. Zwar nicht so frei verfügbar wie draußen im Eimer, aber an einem Wasserhahn kann man auch prima pritscheln. Ich stelle meinem Sohn dann immer einen Hocker vor das Wascheecken, damit er auch richtig dran kommt. Dann wird der Wasserhahn minimal aufgedreht, gerade so dass es rinnt. Ich stelle ich ihm meist eine Schüssel ins Waschbecken und gebe ihm noch ein, zwei Utensilien zum Spielen. Etwa einen Löffel, ein Schöpflöffel oder eine Bürste. Es ist so schön anzusehen, wie lange und vertieft mein Kind sich damit beschäftigen kann. Meistens lege ich auch gleich ein großes Handtuch um Waschbecken und Hocker, damit die Wasserschlacht örtlich begrenzt bleibt. Mein Sohn blickt mir jedes mal mit vor Begeisterung glänzenden Augen entgegen, dass ich das bisschen Putzen hinterher gerne in Kauf nehme!

 

Lasst ihr Eure Kinder auch mit Wasser spielen? Welche Beschäftigungsmöglichkeiten bietet ihr euren Kindern damit an? Ich freue mich auf eure Kommentare!

 

Eure Esther

 

 

 

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