DIY: Sprudelnde Badeperlen

Der Winter ist kalt und ungemütlich. Ein Gutes hat er aber: Es ist endlich die Zeit für heiße Bäder. Ich liebe, liebe, liebe heiße Bäder! Und wenn ich die Möglichkeit habe, verbringe ich soviel Zeit in der Wanne, dass mir fast Schwimmhäute wachsen. Zu meiner Freude teilt mein Sohn diese Leidenschaft mit mir. Leider ist aber häufiges (und auch langes) Baden nicht gerade gut für die Haut. Schon gar nicht, wenn man herkömmliche Schaumbäder verwendet. Ein hautfreundliche Alternative sind da selbstgemachte Badeperlen.

Selbstgemachte Badeperlen sind nicht nur eine Wohltat für die Haut, sie enthalten auch keine unötigen Zusatzstoffe. Außerdem eignen sie sich wunderbar als Mitbringsel oder – entsprechend verpackt – als Geschenk. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Je nach Lust und Laune könnt ihr eure eigenen Düfte kreieren. Mit ein bisschen Lebensmittelfarbe oder anderen dekorativen Materialen wie beispielsweise Lidschatten, könnt ihr eure eigenen kleinen Kunstwerke erschaffen.

Wir möchten heute ein Grundrezept für Badeperlen mit euch teilen. Wir haben uns bewusst gegen Zusätze entschieden, da wir unsere Badeperlen auch für unsere Kinder verwenden. Außerdem ist die Badewanne nach Ölbädern ohne färbende Zusatzstoffe deutlich leichter zu reinigen.

 

Arbeitsgerät
  • eine Waage
  • eine große Schüssel
  • ein paar kleine Schüsseln zum Abwiegen
  • einen kleinen Topf oder ein Wasserbad
  • einen Löffel zum Verrühren
  • Pralinenförmchen aus Silikon
  • luftdicht abschließbaren Behälter zum Aufbewahren der fertigen Badeperlen

 

Zutaten
  • 200 g Natron (Speisenatron, kein Soda!)
  • 100 g Zitronensäure (möglichst feines Pulver)
  • 50 g Speisestärke
  • 50 g Milchpulver
  • 80 g Kokosöl
  • 10 g Mandelöl
  • 5-10 g Ätherische Öle (Meine Lieblingsmischung: 4 g Bergamotte, 3 g Lemongras, 2 g Nelke)

Anmerkung: Bitte achtet darauf, dass die ätherischen Öle auch für Kinder geeignet sind. Stark wirksame Öle wie Kampfer, Eukalyptus-, Thymian- und Pfefferminzöl können für Babys und Kleinkinder gefährlich werden. Wir raten euch deshalb von der Verwendung dieser äthereischen Öle ab. Näheres könnt ihr beim Bundesamt für Risikobertung nachlesen.

 

So funktioniert´s:

Eines vorweg: Die Badeperlen sprudeln in der Badewanne, weil das Natron anfängt mit der Zitronensäure zu reagieren, sobald Wasser hinzu kommt. Alle Dinge, die ihr zur Herstellung verwendet, müssen deshalb absolut trocken sein! Das gilt auch für eure Hände. Sonst fängt die Reaktion bereits in eurer Schüssel an und nicht erst in der Badewanne.

Gebt zunächst das Natron, die Zitronensäure, die Speisestärke und das Milchpulver in eine Schüssel und verrührt alle Zutaten gut miteinander. Wenn ihr die Mengen ändern wollt, beachetet bitte, das Natron und Zitronensäure ein Verhältnis von 2:1 haben sollten.  Verflüssigt nun das Kokosöl in einem Topf oder Wasserbad. Achtet aber darauf, dass ihr es nicht zu heiß werden lasst, sonst verbrennt ihr euch im nächsten Schritt die Finger. Gebt das Mandelöl und eure äthärischen Öle zum flüssigen Kokosöl und verrührt alles miteinander. Anschließend gießt ihr die Öle zu den trockenen Zutaten in die Schüssel und knetet die Masse gut durch. Die Konsistenz soll etwa wie nasser Sand sein.

Nun geht’s ans Formen! Ihr könnt entweder mit den Händen kleine Kugeln formen oder ihr nehmt Förmchen. Es gibt extra Förmchen dafür zu kaufen. Als günstigere Alternative nehmen wir einfach Pralinen-Förmchen aus Silikon. Die haben den Vorteil, dass ihr die Badeperlen darin hart werden lassen könnt. Danach lassen sie sich durch das weiche Silikon auch ohne Probleme wieder aus den Förmchen herausholen. Die Pralinenförmchen sind im Vergleich zu extra Formen für Badeperlen relativ klein. Das macht aber nichts! Denn je kleiner die Badeperle, desto einfacher ist hinterher die Dossierung 😉

Gebt nun also euren “Badeperlen-Teig” in die Förmchen. Drückt die Masse sorgfältig in die Förmchen hinein. Befüllt ihr sie zu locker, kann es euch passieren, dass die Perlen beim Herausholen bröseln und brechen. Habt ihr alles schön festgedrückt, müsst ihr warten bis die Perlen durch das abkühlende Kokosöl fest werden. In einigen Rezepten wird empfohlen, die Badeperlen einige Tage an einem kühlen Ort trocknen zu lassen. Das ist im Grunde aber nicht notwendig, denn die Badeperlen müssen nicht trocknen – es ist ja kein Wasser enthalten. Sie müssen hart werden. Leider haben es kühle Räume so an sich, dass sie feuchter sind als warme Räume. Wenn ihr wie ich Pech habt, fangen die Badeperlen an der Oberfläche an, mit der Luftfeuchtigkeit zu reagieren. Das macht sie jetzt zwar nicht völlig kaputt, die schöne Optik ist aber dahin. Am besten stellt ihr die gefüllten Silikonförmchen 1 Stunde in den Gefrierschrank. Dann sind sie auf jeden Fall hart und können gelagert werden.

 

Aufbewahrung

Zur Lagerung empfehlen wir euch ein luftdicht abschließbares Behältnis. Bewährt hat sich bei uns ein Einmachglas mit Gummidichtring und Bügelverschluss. Es hält nicht nur die (Luft-)Feuchtigkeit zuverlässig draußen, sondern auch die äthrischen Öle auch vom Verdunsten ab. Man kriegt solche Gläser auch ab und zu in einer etwas dekorativeren Variante zu kaufen. Diese sehen nicht nur im eigenen Badezimmer schön aus. Sie machen sich auch als “Geschenkverpackung” echt gut! Das Behältnis mit den Badeperlen solltet ihr an einen kühlen Ort stellen. Lagern die Perlen zu warm, werden sie weich und verlieren ihre schöne Form.

 

Mögliche Varianten

Anstatt des Kokosöls könnt ihr auch ein anderes, festwerdendes Öl nehmen. Sheabutter oder Kakaobutter eignen sich auch ganz hervorragend zur Hautpflege. Auch das Mandelöl kann gegen ein beliebige Hautpflegendes Öl ersetzt werden. Wer auf ätherische Öle verzichten möchte, kann stattdessen auf andere duftende Stoffe umsteigen. Getrocknete Blütenblätter (z.B. Lavendel) oder getrocknete, kleingemahlene Himbeeren geben auch einen wunderbaren Duft.

Unser Basisrezept enthält relativ viel Kokosöl. Das macht das Formen leichter und erfreut die Haut. Wenn ihr wollt, dass die Badeperlen mehr sprudeln, könnt ihr die Ölmenge auch reduzieren. Ihr müsst dann dementspechend weniger flüssiges Öl nehmen. Mit weniger als 50 g Kokosöl würden wir euch dafür jedoch nicht empfehlen.

 

Vegane Variante

Das Milchpulver enthält Lecithin und bietet der Haut somit eine Extraportion Pflege. Es ist aber zur Herstellung der Badeperlen nicht unbedingt notwendig. Wer Wert auf vegane Badezusätze legt, kann es einfach weglassen.

 

So, und nun viel Spaß beim Ausprobieren unseres Rezeptes!

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