Cassia- und Ceylon Zimt – was ist der Unterschied?

Früher oder später stößt jede Backfee auf die Begriffe Cassia-Zimt und Ceylon-Zimt. Gerade als Mama ist Zimt aus der heimischen Küche nicht wegzudenken. Schließlich findet er in zahlreichen Back- und Kochrezepten Verwendung und wird von den Kleinen meist heiß geliebt.

Doch wie manch andere Gewürze auch sollte man Zimt nicht unbedacht in größeren Mengen über einen längeren Zeitraum konsumieren. Denn er enthält Cumarin, einen Stoff, der in größeren Mengen gesundheitlich schädlich sein kann. Was Cumarin ist und was das mit den beiden Zimtsorten zu tun hat, könnt ihr hier in unserem ersten Post in der Kategorie „gut zu wissen“ lesen.

Was ist Zimt und wo kommt er her?

Zimtstangen sind die geschälte, getrocknete Rinde des Zimt-Lorbeerbaums. Während die günstigere Sorte Cassia vorwiegend aus China und Indonesien kommt, stammt die Sorte Ceylon überwiegend aus Sri Lanka, Indien, Brasilien und Madagaskar. Cassia wird von ausgewachsenen Bäumen geschnitten (daher ist die Gewürzstange auch viel dicker), Ceylon dagegen von jungen Pflanzen. Beide Sorten unterscheiden sich aber nicht nur in Herkunft und Aussehen, sondern auch in ihrem Aroma und somit in ihrem Preis. Da die Sorte Ceylon aus einer sehr viel dünneren Rinde besteht, hat sie ein feineres Aroma.

Aussehen

Cassia-Zimt
Cassia-Zimtstangen

Die Cassia-Zimtstange besteht aus einer einzigen dicken Lage, die sich leicht einrollt. Der Ceylon-Zimtstange besteht dagegen aus vielen dünnen Lagen, die ineinander eingerollt sind. Im Querschnitt erinnert er ein wenig einer Zigarre.

In ihrer Stangenform sind die beiden Sorten recht gut zu unterscheiden. Gemahlen ist das aber fast unmöglich. Da Cassia die günstigere Sorte ist, wird man ihn in den Gewürzregalen und in Lebensmitteln häufiger antreffen als den teureren Ceylon. Wenn der gemahlene oder verarbeitete Zimt nicht explizit als Ceylon-Zimt deklariert ist, wurde wahrscheinlich die Sorte Cassia zur Herstellung verwendet.  

Cumarin – was ist das und was macht es?

Cumarin ist ein Aromastoff, der uns vor allem in Cassia-Zimt, aber auch in andern Pflanzen wie Waldmeister und Erdbeere begegnet. Er findet auch als Duftstoff in Kosmetika und als Wirkstoff für manche Medikamente Verwendung.

Cumarin kann bei besonders empfindlichen Personen bereits in relativ kleinen Mengen Leberschäden verursachen. Die Wirkung ist aber (laut Angabe des Bundesamtes für Risikobewertung) in der Regel reversibel. Für die Herstellung von zimthaltigen Lebensmitteln gibt es in der EU deshalb Grenzwerte. Diese gelten aber nur für die Verarbeitung von Zimt in Lebensmitteln, nicht für Zimt als Gewürz.

Macht die Menge das Gift?

Wie bereits erwähnt gibt es für das Gewürz keine Grenzwerte für den Cumaringehalt. Da es sich nicht genau sagen lässt, wieviel die verarbeitete Pflanze enthalten hat, sollte man die Sorte Cassia nur in Maßen und nicht über einen längeren Zeitraum verwenden. Zum Kochen und Backen könnt ihr Zuhause stattdessen die Sorte Ceylon verwenden. Dieser ist cumarinarm und gilt als gesundheitlich unbedenklich.  

                             

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